Evaluierung der Lernenden Region Hermagor

02.07.2012 | Hermagor

Die Lernende Region Hermagor wurde über die gesamte Projektlaufzeit hinweg durch eine begleitende Evaluierung unterstützt, die vom Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien umgesetzt wurde. Nun liegen die Ergebnisse der Evaluierung vor.

Das EvaluatorInnenteam Martin Heintel (Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien) und Helga Fasching (Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien) begleiteten den Prozess der Lernenden Region von Beginn an. Dadurch konnte ein umfassender Eindruck darüber gewonnen werden, "inwiefern regionale Bildungsträger zu einer Lernenden Region beitragen können, inwieweit Nachhaltigkeit in regionalen Lernprozessen gesichert und die Heranführung an den tertiären Bereich verbessert werden kann ...". Durch die laufende Begleitung der Lernenden Region Hermagor konnten Verbesserungsmaßnahmen getroffen und dadurch ein gemeinsames Lernen aller Projektinvolvierten ermöglicht werden.

Methodische Schritte des Evaluierungsprozesses:

  • Kick-off-Workshop
  • Reflexionsworkshop
  • Mid-term-Workshop
  • Projektnachhaltigkeitsworkshop
  • Übergangsworkshop
  • Interviews mit ModulleiterInnen
  • Interviews mit Beteiligten und Externen

Zentrale Ergebnisse des Evaluierungsprozesses:

  • Es ist gelungen, Einzelprojekte über die Erstfinanzierung hinaus weiterzuführen.
  • Regionale BildungsträgerInnen spielen im regionalen Lernprozess eine wichtige Rolle. Die Nachhaltigkeit von derartigen Lernprozessen ist aber schwer steuerbar.
  • Die Übertragbarkeit von gelungenen Projekten ist von verschiedenen (strukturellen und personellen) Faktoren abhängig. Jede Lernende Region hat ihren eigenen Stärken und Schwächen, ihre eigenen regionalen Institutionen usw.; eine Vereinheitlichung im Vorgehen wäre daher kontraproduktiv.
  • Die Berufs- und Bildungsorientierung für Jugendliche im Übergang von der Schule in den Beruf leistet einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und wirkt der Abwanderung entgegen. Kooperationen zwischen BildungsträgerInnen und Wirtschaft stellten sich als positiv heraus.
  • Projekte im Themenbereich "Naturwissenschaft im Kindergarten" wurden sowohl von den KindergartenpädagogInnen, als auch von den Kindern gut angenommen.
  • Die Vermittlung von Basiswissen im Bereich Alltagstechniken unterstützt die regionale Handlungsfähigkeit und Selbständigkeit von älteren Menschen.
  • Die Sichtbarkeit der Lernenden Region Hermagor ist als sehr gut zu bewerten: BildungsbotschafterInnen, Plakate, Berichte in regionalen Medien, ...
  • Der Evaluationsprozess wurde als Kommunikations- und Austauschforum und als Reflexionsinstrument (Workshops) von den ModulkoordinatorInnen sehr gut aufgenommen, zusätzliche Kommunikationsprozesse - auch außerhalb der Evaluierungsworkshops - wären zusätzlich wichtig.
  • "Lernende Regionen in Österreich" als nationaler Rahmen leistet einen wichtigen Beitrag zur Kommunikation und Vernetzung. Demnach wäre ein Fortbestand der nationalen Fördermaßnahme von Bedeutung.

Auf einen Blick

Region

Hermagor

Newsdatum

02.07.2012

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