Projektevaluierung der Lernenden Region Hermagor veröffentlicht

12.03.2013 | Hermagor

Die Projektevaluierung der Lernenden Region Hermagor wurde in der ÖGL - Zeitschrift "Österreich in Geschichte und Literatur" veröffentlicht. Die AutorInnen Helga Fasching (Institut für Bildungswissenschaft an der Universität Wien) und Martin Heintel (Institut für Geographie und Regionalforschung an der Universität Wien) fassen ihre Erkenntnisse aus der begleitenden Evaluierung der Region zusammen.

In ihrem Text "Das Konzept der 'Lernenden Regionen' in Österreich" arbeiten die AutorInnen Helga Fasching (Institut für Bildungswissenschaft an der Universität Wien) und Martin Heintel (Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien) Erkenntnisse aus der begleitenden Evaluierung der Lernenden Region Hermagor heraus.

Eingangs betonen Fasching und Heintel die Wichtigkeit Lernender Regionen, die sich - unter anderem - den Übergangsphasen im Lebenslauf (z.B. dem Übergang von der Ausbildung zum Beruf) und der Vernetzung von verschiedenen "pädagogischen Umgebungen" (Tippelt u.a. 2002, 280 zit. nach Fasching / Heintel 2013, 75) durch Kooperation zwischen BildungsanbieterInnen und anderen regionalen Bereichen widmen. Lernen werde zunehmend als Entwicklungsfaktor für Regionalentwicklung verstanden und daher als eigener Förderschwerpunkt, dem Programm der "Lernenden Regionen", im Rahmen der Ländlichen Entwicklung 2007-2013 vom Lebensministerium etabliert.

Nach einer kurzen allgemeinen Beschreibung der Maßnahme Lernende Regionen in Österreich (Zielsetzung, Strategien, Projektthemen, Leitfäden und Vernetzungstreffen) führen die AutorInnen exemplarisch die prozesshafte Begleitung der Lernenden Region Hermagor aus, die im Rahmen eines Evaluationsprojekts (gefördert vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und dem Amt der Kärntner Landesregierung) durchgeführt wurde.

Im Evaluierungsprojekt wurde die Frage gestellt, "inwieweit die inhaltlichen Bereiche ihren innovativen Ansprüchen genügen und miteinander stimmig sind." Es soll ein "gemeinsames Lernen zwischen den ProjektpartnerInnen ermöglicht werden, das über das Projekt hinaus wirken soll." (a.a.O., 79). Ziel sei es, dass die Region von diesen Lernprozessen nachhaltig profitiert und nach außen als "Lernende Region" wahrgenommen wird.

Bislang seien in der Region zahlreiche innovative Maßnahmen durchgeführt worden und auch auf Netzwerkebene seien viele Initiativen gelungen, v.a. die Zusammenarbeit zwischen BildungsanbieterInnen und der regionalen Wirtschaft kann als Good-Practice-Beispiel herangezogen werden. Eine wesentliche Herausforderung sei aber die Nachhaltigkeit: "Regionale Verankerungen zu festigen, NetzwerkpartnerInnen zu integrieren und auch nach außen 'zu strahlen', um Transfereffekte zu ermöglichen, sind ein hoher Anspruch." (a.a.O., 81).

Die AutorInnen fassen die wesentlichen Ergebnisse aus Sicht der Evaluierung auf unterschiedlichen Ebenen zusammen (vgl. a.a.O., 82ff.):

  • Nationale Ebene: Es wurde wichtige Kommunikations- und Vernetzungsarbeit geleistet und alle Regionen, die sich einbringen wollen, können davon profitieren. Ein Fortbestand der nationalen Fördermaßnahmen wäre aus Sicht der AutorInnen wünschenswert, um die Aufbauarbeit zu festigen.
  • Länderebene (Kärnten): Die Region war gut und breit aufgestellt, v.a. das Netzwerk zwischen BildungsanbieterInnen und wirtschaftsnahen Einrichtungen ist beispielgebend. Um den Transfer regionaler Projekte sicherzustellen, wäre es wichtig Projekterfahrungen auf der Steuerungsebene weiterzugeben, um ähnliche Projekte andernorts aufbauen zu können.
  • Regionale bzw. Projektebene: Mit den Projekten konnten die regionalen BildungsanbieterInnen ihr Zielpublikum erreichen und einen wertvollen Beitrag liefern (u.a. im Bereich der Berufs- und Bildungsorientierung). Die meisten Projekte konnten auch eigenständig weitergeführt werden. Dennoch macht eine Weiterführung weitere Unterstützungen und Vernetzungsarbeit erforderlich.
  • Virtuelle und mediale Ebene: Das Projekt "Lernende Region Hermagor" war durch BildungsbotschafterInnen, Plakate und Berichte in regionalen Medien nach außen sehr gut sichtbar.

In den abschließenden Thesen aus dem Evaluierungsprozess hoben die AutorInnen die wichtige Rolle regionaler BildungsanbieterInnen im regionalen Lernprozess hervor. Als sinnvoll wurde die Kooperationsachse "(Aus)Bildung - Wirtschaft" und die gezielte Förderung der Übergangsphase zwischen Bildung und Beruf betont. Die prozessbegleitende Evaluierung habe sich zudem "als gute Methode für die 'Lernende Region Hermagor' herausgestellt und die Kommunikation nach innen gefördert" (a.a.O., 84).

Der vollständige Text kann auf der Website der Lernenden Region Hermagor heruntergeladen werden!

Auf einen Blick

Region

Hermagor

Newsdatum

12.03.2013

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