Südliches Waldviertel-Nibelungengau

Ziele und Entwicklungsstrategie

Bildung und Lernen sind bereits seit der Leader+ Periode (2000-2006) ein wichtiger Schwerpunkt der Region Südliches Waldviertel-Nibelungengau. Seit dieser Zeit konnten im Rahmen von 3 Leader-geförderten Bildungsinitiativen 800 Personen höherqualifiziert werden und es wurden wesentliche Grundsteine für das Lernende Regionen Netzwerk gelegt.

Der aktuellen Strategie für die Lernende Region gingen Gespräche mit regionalen Bildungsanbietern, Förderstellen, Regionalmanagements und zahlreichen weiteren Institutionen voraus. Gemeinsam wurden dann Ziele und Schwerpunkte für die Lernende Region erarbeitet. Diese gliederten sich in 18 Ziele für die Leaderregion und 19 Ziele für die beteiligten Bildungsinstitutionen.

Folgende Schwerpunktbereiche wurden als Handlungsfelder aus diesen Zielen abgeleitet:

  • Bildungsinformation (Bildungskalender, Homepage, ...)
  • Bildungsberatung (Bildungsberatung NÖ)
  • Bildungsmarketing (Logo-Markenbildung, einheitliche Plakate, PR, ...)

Im September diesen Jahres wurde bereits das erste Projekt zur gemeinsamen Bildungsinformation präsentiert. Es ist dies ein Bildungskalender, der alle Angebote der beteiligten NetzwerkpartnerInnen umfasst.

Die Arbeit im Netzwerk

Um nun die eben definierten Zielsetzungen umsetzen zu können musste ein groß angelegtes Beteiligungsmodell angewendet werden. Mit diesem konnte der tatsächliche IST – Stand in der Region festgestellt werden. Wie „reif“ ist die Region südliches Waldviertel - Nibelungengau für die lernende Region? Welche Maßnahmen sind notwendig um hier die gewünschten Ziele und die dazugehörigen Entwicklungen durchzuführen?
Die Darstellung des Erhebungsprozesses für die Lernstrategie gliedert sich aufgrund der Komplexität des Vorhabens in die drei Prozesse Workshops, Evaluierung der bisherigen Arbeit und Befragungen in der Bevölkerung.

Workshops

Für die Erstellung der Strategie wurden 23 Workshops, Veranstaltungen und PR Module in der Region durchgeführt. Als Ergebnisse wurden erzielt:

  • Gegenseitiges Kennenlernen – Wer mach Was (Geschäftsfelder)
  • Definition der Kooperation, wie kooperieren wir und warum
  • Auflösung des Konkurrenzdenkens bei gemeinsamen Aktivitäten (Mehrerfolgt durch Kooperation)
  • Herstellung der Grundlagen zur Schaffung eines Netzwerks (gemeinsamer Informationsaustausch)
  • Information nicht nur einiger weniger, sondern auch der handelnden Akteure der Bildungsträger (Vortragende, Gebietsleiter, etc.)
  • Eine bessere Integrierung der Netzwerkpartner in deren Geschäftsfelder
  • Feinjustierung bei Zielen
  • Fachliche Inputs durch Teilnehmer
  • Integration der wesentlichsten Bildungsträger in das Netzwerk
Regionsbild

Evaluierung der bisherigen Projekte der Leader- Vorperiode

(Qualifizierungsoffensive 3 der Leaderregion Waldviertler Kernland)

Im Jahr 2007 wurde im Rahmen der Qualifizierungsoffensive III der damaligen Leaderplusregion Waldviertler Kernland+ eine Erhebung durchgeführt um den Bedarf an Bildungsangeboten in der Region zu erkennen. Es wurden damals alle Leadergemeinden untersucht. So haben zu diesem Zeitpunkt etwa 160 Personen im Vergleichszeitraum Jänner bis Dezember 2006 eine Weiterbildung besucht. Davon fuhren jedoch mehr als 85% in die umliegenden Städte. Diese Personen nahmen also je etwa 1-3 Stunden Fahrzeit (hin und retour) für die Weiterbildung in Kauf.

Lediglich 8% besuchten eine Veranstaltung an der Donauuniversität in Krems. Nur 5% machten eine Aus- Weiterbildung innerhalb der Region.Nach einer repräsentativen Befragung der damaligen Kursteilnehmer (Feedbackbogen) konnte klar erkannt werden, dass der Großteil gerne Angebote in der Region in Anspruch nehmen würden, sofern diese die gleiche Qualität, bzw. einen gleichwertigen Abschluss (Know How) bieten könnten. Herangezogen wurden auch die statistischen Zahlen der VHS südliches Waldviertel, sowie der Destinationen Waldviertel und Destination Donau wie zum Beispiel sämtliche soziodemografische Daten. Dadurch konnten für jede Sparte (Beisp. EDV, Sprachen, Persönlichkeitsbildung, Tourismus) Prognosen erstellt und Trends herausgelesen werden. Die Erhebungen dazu gründen zum Teil auf Fragebögen und mündlichen Befragungen.

Diese Befragungen wurden um aktuelle Umfragen von Kandidaten aus der bisherigen drei Qualifizierungsinitiativen 2002 – 2007 ergänzt. Die Befragung wurde von ÖIEB im Auftrag von Ecoplus durchgeführt

Befragungen unter der Bevölkerung

Ein weiterer Prozess für die Erstellung dieser Lernstrategie sind Befragungen.Diese wurden unter der Regionsbevölkerung durchgeführt. Zu diesem Zweck wurde gemeinsam mit den beteiligten Institutionen VHS und Bildungshaus ein Fragebogen entwickelt mit welchem der Bedarf an Bildung in der Region erkennbar wird. Dieser wurde an Personen ausgeschickt welche bereits Erfahrung mit Bildungsangeboten gemacht hatten, bzw. wurde er an Personen aus der Datenbank der an der Erstellung dieses Konzept beteiligten Institutionen ausgeschickt. Danach wurden 50 Telefonate mit Personen aus der Leaderplus Qualifizierungsinitiative geführt. Der Fragebogen repräsentiert die Aussagen von 50 Personen und enthielt Fragen zu fünf Themen: Entfernung zum Bildungsangebot, Finanzierung, Bildungsinhalte, Zeit, bisherige Bildung/ persönliche Bildungsziele

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Sorgfalt statt Einfalt und Behutsamkeit statt Schnelllebigkeit im Umgang mit Ressourcen sind Prioritäten, welche auch in kleinen, einfachen Tätigkeiten angewendet werden sollen.

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