Agenda 2030 und Erwachsenenbildung - Schnittstellen und Perspektiven zur Vernetzung

Mit der Agenda 2030 hat die UNO einen bemerkenswerten Schritt in Richtung einer globalen Anstrengung zur Schaffung von mehr Nachhaltigkeit gesetzt. Kern der Agenda sind 17 Ziele (sog. Sustainable Development Goals, SDGs), die vielfältige Lebensbereiche umfassen, wie Armutsbekämpfung, Inklusion auf vielen Ebenen, Ressourcenschonung u.v.m. Positiv hervorzuheben ist die Identifikation von Zielen / Handlungsfeldern, die weit über ein klassisches Verständnis von Nachhaltigkeit hinausgehen, aber deren Zusammenwirken und Verbesserung als Voraussetzung für globale Stabilität erkannt wurde. Den SDGs kommt hohe Symbolkraft zu und es kann erwartet werden, dass ihre Hervorhebung Diskussionsprozesse und Themensetzungen fördert, damit bewusstseinsbildend wirkt und in letzter Konsequenz handlungsanleitend. Nicht zuletzt stellen die SDGs und ihr globaler Rahmen eine argumentative Stütze für Nachhaltigkeitsorientierte Politiken dar.

Eine sinnvolle Anwendung der SDGs auf nationaler Ebene in Staaten des Globalen Nordens wird also zwei Intentionen beinhalten:

  1. Die Fokussierung auf die SDGs unter Bedachtnahme auf die jeweiligen nationalen und regionalen Erfordernisse und Möglichkeiten.
  2. Eine verstärkte Fokussierung auf die Gegebenheiten und Entwicklungsperspektiven des Globalen Südens im Sinne des Eine-Welt-Ansatzes und des Globalen Lernens.

Mit der vorliegenden Recherche untersucht das oieb

  • welche Erwachsenenbildungs-relevanten Bezüge es bei der Agenda 2030 gibt,
  • EB-relevante Netzwerke und Einrichtungen im Bereich der Agenda 2030 in Österreich existieren
  • welche Elemente ein Aktionsplan für die allgemeine EB hinsichtlich der Agenda 2030 beinhaltet