(c) Bild von Alexander Droeger auf Pixabay
Angesichts des Klimawandels erweist sich die Transformation zu nachhaltigen Lebensstilen als Überlebens-Herausforderung im 21. Jahrhundert. Bewusstseinsbildung, Verstehen der Zusammenhänge, Handlungskompetenzen aber auch dem Einüben praktischer Fertigkeiten kommt dabei hohe Relevanz zu. All dies sind wesentliche Dimensionen von Erwachsenenbildung. Im Sinne der Agenda 2030 ist Nachhaltigkeit nicht mehr auf ökologische Zusammenhänge begrenzt, sondern ist weiter zu fassen, als „soziale Nachhaltigkeit“.
Die Studie zeigt, dass Nachhaltigkeit angesichts von Klimawandel, globalen Ungleichheiten und Biodiversitätsverlust eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung ist, bei deren Bewältigung Bildung – insbesondere Erwachsenenbildung – eine wichtige Rolle spielt. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) soll Menschen nicht nur Wissen vermitteln, sondern sie zu kritischer Reflexion, verantwortungsvollem Handeln und aktiver Mitgestaltung gesellschaftlicher Transformation befähigen. In Österreich existiert bereits eine vielfältige Praxis nachhaltiger Erwachsenenbildung, doch ihre strategische Verankerung, Reichweite und Wirkung sind oft begrenzt und stark von politischen Rahmenbedingungen sowie Ressourcen abhängig. Besonders wirksam sind praxisnahe, partizipative und lebensweltorientierte Formate sowie Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen und regionalen Akteur*innen. Insgesamt wird Erwachsenenbildung als wichtiger, aber nicht ausreichender Hebel der sozial-ökologischen Transformation verstanden, der nur im Zusammenspiel mit politischen, wirtschaftlichen und strukturellen Veränderungen seine volle Wirkung entfalten kann.


