(c) Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Über (Un)Sichtbarkeit zu sprechen heißt, sich mit Fragen von Diskriminierung, Macht und Teilhabe auseinanderzusetzen. Oft erscheint die Sichtweise der Mehrheitsgesellschaft als selbstverständlich – dabei bestimmt sie maßgeblich, was sichtbar wird und was unsichtbar bleibt.
Die Reihe geht der Frage nach, wie Sichtbarkeit entsteht, welche Gruppen im Mittelpunkt stehen und welche Folgen das hat. Dabei richtet sie auch den Blick auf die Erwachsenenbildung: Wie kann sie mehr Teilhabe ermöglichen – und wie sichtbar ist sie selbst?
Der Jour fixe „Bildungstheorie / Bildungspraxis“ bringt Theorie und Praxis zusammen. In Vorträgen und Diskussionen entsteht Raum für Austausch, neue Perspektiven und kritisches Nachdenken.
Die Veranstaltungsreihe ist offen für alle Interessierten.
TERMINE:
Donnerstag, 26.03.2026, 19:00 Uhr
Cornelia Kogoj (Wien): „Nichts über uns ohne uns“ – die Initiative Minderheiten
Ort: Institut für Wissenschaft und Kunst (hybrid), Berggasse 17/1, 1090 Wien
ZOOM: https://zoom.us/j/95326586567
Meeting-ID: 953 2658 6567
Die Initiative Minderheiten gibt Einblick in ihre langjährige Arbeit für die Rechte und Sichtbarkeit diskriminierter Gruppen. Im Fokus stehen das Konzept der „minoritären Allianzen“, der Begriff der Minderheit sowie Fragen danach, wie unterschiedliche Formen von Diskriminierung gemeinsam gedacht und bearbeitet werden können.
Cornelia Kogoj ist Geschäftsführerin der Initiative Minderheiten – im Gespräch mit Stefan Vater, Vorstand Initiative Minderheiten (https://initiative.minderheiten.at/wordpress/).
Donnerstag, 30.04.2026, 19:00 Uhr
Thomas Gill (Berlin): Sehen und gesehen werden? Aufsuchende politische Bildung
Ort: Institut für Wissenschaft und Kunst (hybrid), Berggasse 17/1, 1090 Wien
ZOOM: https://zoom.us/j/95069432620
Meeting-ID: 950 6943 2620
Im Mittelpunkt steht das Konzept der aufsuchenden politischen Bildung. Vorgestellt wird das „Handbuch aufsuchende politische Bildung“, das Ansätze aus Theorie und Praxis bündelt und zeigt, wie politische Erwachsenenbildung neue, bisher wenig erreichte Zielgruppen ansprechen und Teilhabe stärken kann.
Thomas Gill ist Leiter der Berliner Landeszentrale für politische Bildung. Er hat Politikwissenschaft, Soziologie und Pädagogik in Darmstadt und Frankfurt / Main studiert und war über 20 Jahre in der außerschulischen politischen Jugendbildung tätig.
Mittwoch, 03.06.2026, 19:00 Uhr
Natascha Khakpour (Wien): Sichtbar als Zielgruppe? Zur Artikulation von Differenz in der Erwachsenenbildung
Ort: Institut für Wissenschaft und Kunst (hybrid), Berggasse 17/1, 1090 Wien
ZOOM: https://zoom.us/j/95538304378
Meeting-ID: 955 3830 4378
Der Beitrag beleuchtet aus rassismuskritischer Perspektive, wie „Zielgruppen“ in der Erwachsenenbildung entstehen. Diskutiert wird, wie gesellschaftliche Debatten über Migration und Diversität diese Zuschreibungen prägen und welche Spannungen und Herausforderungen sich daraus für eine inklusive Bildungsarbeit ergeben.
Natascha Khakpour hat die Hochschulprofessur für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik mit dem Schwerpunkt Urban Diversity Education an der PH Wien inne und leitet den Arbeitsbereich „Sozio-kulturelle Dimensionen“ am Institut für Urban Diversity Education (UDE).

